Stiftung für das Staatstheater Braunschweig Logo  

In der Spielzeit 2009/2010 finanzierte die Stiftung eine Besucherbefragung, damit die Bedürfnisse und Wünsche des Publikums stärker berücksichtigt werden können. Mit dieser Unterstützung in Höhe von € 10.000 stellte die Stiftung dem Theater eine wirkungsvolle und nachhaltige Entscheidungshilfe für die Zukunft zur Verfügung.

Fakten und Ergebnisse der Befragung
Befragt wurden 1072 Besucher. Zwei Drittel der Befragten waren Frauen und das Durchschnittsalter lag bei 57 Jahren. Fast die Hälfte aller Besucher (44,5 %) geht mindestens 1 x im Monat ins Staatstheater und ungefähr genau so viel (45,1 %) haben ein Studium absolviert. Nur einem Viertel der Besucher ist unsere Stiftung nicht bekannt. Sehr viele Staatstheater-Besucher sind Rentner, deren Kinder schon von zu Hause ausgezogen sind.

Das Publikum des Staatstheaters ist sehr kulturorientiert. Viele Besucher des Staatstheaters gehen auch in die Theater anderer Städte wie Berlin und Hamburg. Alle Theaterbesucher gehen regelmäßig ins Kino, die Jüngeren erwartungsgemäß häufiger. Zudem besuchen unsere Zuschauer Museen und Ausstellungen, die Jüngeren etwas seltener als Besucher über 40 Jahre. Typisch für den Braunschweiger Besucher ist auch sein Interesse am öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Radioprogramm. Zwei Zielgruppen, die es noch besser zu erschließen gilt, sind jüngere Männer und Menschen mit Migrationshintergrund.

Opern und so genannte »Klassiker« sind bei den Besuchern besonders beliebt – nicht nur, wenn sie im Staatstheater Braunschweig gespielt werden. Nahezu jeder Dritte (32,9%) interessiert sich für moderne Theaterstücke des 20. Jahrhunderts und jeder Fünfte (21,9 %) schenkt Aufführungen der Gegenwartsdramatik seine Beachtung. Als Auswahlkriterien für einen Theaterbesuch dominieren das Stück und die Thematik. Weniger wichtig sind der Autor oder der Regisseur.

Das Abonnement hat nach wie vor eine überragende Bedeutung für den Theaterbesucher. 45,7 % der Besucher werden durch ihr Abonnement auf eine Veranstaltung aufmerksam. Die Zeitung ist mit Abstand das wichtigste Kommunikationsmedium, denn 32,6% werden durch einen Zeitungsartikel über die Veranstaltungen informiert. Aber auch das Internet wird als Informationsmedium immer wichtiger. Der Internet-Kartenverkauf hat das Kartentelefon bereits überholt und nahezu 20 % möchten in Zukunft die Homepage des Staatstheaters als Informationsquelle nutzen.

Die überwiegende Zahl der Besucher (72%) kommt mit dem Auto. Parkmöglichkeiten werden mit Abstand am häufigsten kritisiert. Hier muss eine Lösung geschaffen werden.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Besucher mit dem Service des Staatstheaters sehr zufrieden sind. Insbesondere die Freundlichkeit der Mitarbeiter schneidet in allen Fällen sehr gut ab.

Die vollständige Darstellung der Ergebnisse als PDF-Datei zum Ausdrucken